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Chronik: chylli

13. - 16. November 2072: Ein neues Kapitel

Ein regnerischer Sonntagabend leutete diesen Tag ein, und während ich mitYue beim Anblick des fast schon überlaufenden Zen-Gartens alte Erinnerungen austauschte, bekam mein Retter und Lehrer eine Nachricht. Die "‘Mothers of Methahumans"’ benötigten offenbar Hilfe bei etwas, es schien auch recht dringend zu sein. Natürlich beschloss ich auch gleich mit zu kommen, denn die MoM’s, wie sie abgekürzt werden, waren soetwas wie meine erweiterte Familie geworden, wenn man es denn so nennen konnte. Was ich allerdings nicht wusste, war dass vielerorts auch andere die eine oder andere Einladung bekamen...

Am Montag darauf besorgte ich meinem Freund wieder "‘das Übliche"’, das heißt seine wöchentliche Ration, aus dem Krankenhaus. Das Treffen war für Dienstag ausgemacht worden, in einem Schuppen, der mir zwar irgend etwas sagte, aber ich wusste nicht so recht, was. Jedenfalls, wettermäßig schien der Montag eine pure Verlängerung des Sonntags zu sein. Nicht viel mehr gibt es darüber zu erzählen.

Am Dienstag Abend schließlich machten wir uns gemeinsam auf zum Treffpunkt, wir beschlossen, etwa eine Viertel Stunde vor der ausgemachten Zeit dort zu sein. Was uns dort erwartete, war allerdings, zumindest für mich, doch ein wenig... "‘heruntergekommen"’... und ich dachte bereits, dass es wohl eine Rekrutierungsaktion oder ähnliches werden würde. Die Bedienung schien zum Schuppen zu passen, trinken wollte ich jedenfalls nicht unbedingt etwas in diesem Moment, und die einzigen anwesenden Gäste waren offenbar ein Troll an der Bar und ein Mensch mit einem Ölfleck im Gesicht in einer Ecke. Was dessen Beschäftigung wohl war, war nur schwer zu übersehen. Yue und ich setzten sich gemeinsam an einen Tisch und begannen anhand des "‘netten Ladens"’ Smalltalk zu führen. Kurz darauf kamen auch schon weitere Gäste herein: Ein weiblicher Ork, der asiatisch angehaucht zu sein schien; Yue und ich fragten uns ob sie wohl aus Japan kam oder doch von wo anders. Dann kam eine Elfe hinzu, welche auf japanisch alle begrüßte, wir grüßten natürlich zurück, und bekamen sie auch prompt als Gesellschaft; auch sie machte fleißig beim "‘netter Laden"’ Smalltalk mit. Auch ein ziemlich marchialischer Charakter kam noch herein, ehe wir schließlich alle zusammen in eine nicht weiters beschriftete Tür hineingewunken wurden als auch Mr. Johnson das Lokal betrat.

Und wow, mit einem Schlag änderte sich meine Einstellung dieser Location gegenüber, fanden wir uns doch glatt in einem topmodernen Besprechungszimmer wieder! Ich konnte zumindest nichts erkennen, was gefehlt hatte um diesen Titel anzuzweifeln. Die Tür wurde von einem Troll verstellt, und dann ging es nach kurzer Begrüßung auch schon zur Sache. Tatsächlich, es war ein Auftrag, und ich bin mir sicher, sowohl Yue, als auch ich hätten diesen auch ohne die große Belohnung die in Aussicht gestellt wurde, angenommen. Es ging um eine Frau, "‘Jessica Miles"’ genannt. Der Auftrag kam von zweien ihrer Verwandten, ihrerseits Trolle. Sie war als Kind in einem Krankenhaus untergebracht gewesen, welches bei einem Feuer zerstört wurde; zum Zeitpunkt des Gesprächs war davon nur mehr eine Ruine übrig. Es bestand der Verdacht, dass "‘Meta’s"’ misshandelt wurden, ich spreche hier von nicht autorisierten Experimenten und Ähnlichem. Die Daten würden sich im Keller befinden, die Aufgabe wäre es primär die Akte des Opfers zu bergen, sekundär natürlich soviele Informationen wie möglich dabei mitzunehmen. Die MoM’s würden diese sehr gut verwenden können, und stellten auch eine von der Menge abhängige Prämie in den Raum; mehr Daten, viel mehr Nuyen. Aber das war bereits alles nebensächlich für mich. Ich wurde von Yue so erzogen dass mich soetwas nicht kaltlassen konnte, wofür ich allerdings auch mehr als dankbar bin; Yue allerdings schien ziemlich unter dem Thema zu leiden, für ihn schien das etwas Persönliches gewesen zu sein.

Ein Umschlag wurde auf den Tisch gelegt, und man vergewisserte sich unserer Unterstützung. Mit einem Nicken unter dem Wort "‘natürlich"’ versicherte ich dem Auftraggeber dass ich bei diesem Run dabei wäre, auch Yue stimmte natürlich zu - ebenso wie alle Anderen. Dass der Vertreter der Mom’s seine Frage bei uns so stellte, dass unsere Mitarbeit natürlich war, wunderte mich dabei kein Bisschen. Wir hatten genug für diese Organisation getan, und auch dieselbe für uns.

Der Umschlag wurde herumgereicht, angesehen, und schließlich der Inhalt ausgebreitet. In ihm konnte man eine Kopie der Blaupausen finden, und zwar die interaktive Variante. Yue brauchte wieder ein wenig Unterstützung bei der Bedienung, aber er hatte den Dreh schnell raus. Er war wohl wirklich in einer anderen Generation aufgewachsen, aber ich half ihm gerne. Nach allem, was er für mich getan hatte! Der Mensch mit dem Ölfleck stellte sich, wie ich richtig angenommen hatte, als Rigger heraus, und kopierte gleich sämtliche Daten auf sein Commlink. Ansonsten gab der Plan noch 3D-Modelle mit Renderings, einen Umgebungsplan, ein Overlay über gesperrte und eingestürzte Bereiche, und letztlich noch einen Dienstplan sowie eine Aufzeichnung der Routen der Wachmänner dort preis. Ja, die Mothers hatten wirklich erstklassige Arbeit geleistet.

Weitere Recherchen im Netz ergaben, dass das Krankenhaus in den 1980ern gebaut wurde, und 2055/56 gebrannt hatte. Nachforschungen in Zeitungsarchiven förderten das genaue Datum hervor: Den 22.05.2056. Yue meinte etwas von einem Kometen, aber darüber weiss ich leider viel zu wenig. Die Zeitung wusste jedenfalls soviel zu berichten, dass es ein Kinderspital war, ein tragischer Brand war ausgebrochen, das Personal konnte gerettet werden, nicht aber ein Einziger der Kranken. Die Brandursache wurde nie geklärt. Das war nun aber mehr als auffällig. Das Personal konnte man retten, die Kranken aber nicht?

Sofort begann ich auf der interaktiven Karte einen Plan zu schmieden, Yue beschloss, in Nebelform hineinzugehen. Ich schloss mich gleich für einen Besuch auf der astralen Ebene an, und dann... ging das große Gespräch los. Irgendwie schien der Rest der Gruppe nicht so recht zu verstehen was wir vorhatten. Aber letztendlich einigten wir uns darauf in wenigen Stunden allesamt an den Ort des Geschehens zu fahren. Wir würden uns in einem Lokal in der Nähe treffen, und jeder würde sich auf seine eigene Weise darauf vorbereiten. Es war noch die Möglichkeit gefallen Toxine könnten in der Luft liegen, und so brauchten wir also ein Frühwarnsystem. Der Rigger erklärte sich bereit, eine seiner Drohnen mit entsprechenden Sensoren auszurüsten. Yue und ich bereiteten sich auf den Abend vor, und wir machten wie alle anderen auch ein paar Besorgungen.

Wir trafen uns jedenfalls wie verabredet, und fuhren nahe an das Krankenhaus. Ein Zaun war um das Gebäude gezogen worden, das stand im Plan. Was allerdings nicht dort gestanden hatte, war die Tatsache, dass die Wachen Hunde dabei hatten. Allerdings nicht die natürliche Variante - die Chrom-angereicherte. Wir sind mit zwei Gefährten angereist; Yue, die Ork, und ich saßen gemeinsam in einem Wagen, der Rest im Van des Riggers. Zuerst beschwor ich mithilfe meiner Trommel einen Watcher, und wir trugen ihm auf die Aktenschränke zu lokalisieren und zurückzukehren, falls er diese gefunden hatte oder eben Probleme aufgetaucht waren. Das Problem war allerdings, dass sich dieser zwischen uns manifestierte und absolut verschreckt von sich gab dass er dort nicht hinein wollte. Nun gab es einen Grund mehr, dort genauer vorbei zu sehen. Yue stieg aus, ging zu einer Ecke, und der matriale Charakter, welcher sich als Street Samurai namens "‘Shin"’ herausgestellt hatte, folgte ihm. Er konnte allerdings nur mehr die Robe bergen - Yue war bereits in Nebelform. Ich begab mich mit dem Watcher auf die astrale Ebene und traute meinen Augen kaum: Es brannte! Das Gebäude brannte! Lichterloh! Irgendwie hatte ich diese Befürchtung bereits gehabt, angesichts der Tatsache, dass da keine "‘normalen"’ Hunde waren, Yue in einem Gespräch herausgefunden hatte, dass die Ghule aus dem Kanal fortgezogen waren, da sie Albträume bekommen hatten (Ghule träumen nicht! Normalerweise...) und so weiter... jedenfalls nahm ich den Watcher quasi bei der Hand um ihn zu führen, und bat ihn, soweit mitzukommen wie er konnte. Ich konnte jemanden gut gebrauchen der mich zu meinem Körper zurückführen konnte, sobald etwas passieren würde...

So kam es dann auch, der Watcher blieb stehen, vor dem brennenden Haus. Mir kam der Weg im astralen Raum um einiges weiter vor, als er im physischen gewesen war. Wahrscheinlich war bereits alles vor diesem... Vorfall... zurückgewichen... Jedenfalls konnte ich nicht viel weiter vor gehen. Jeder Schritt weiter auf das Haus zu bedeutete mehr und mehr und viel mehr Hitze. Ich musste mich geschlagen geben, aber gerade als ich umkehren wollte, sah ich eine Gestalt im Feuer... in der Größe eines Kindes! Jetzt war definitiv Zeit zurückzukehren. Das tat ich dann auch und saß ersteinmal stumm dort. Das war wirklich genug gewesen. Stumm bis zu dem Moment an dem ich eine telepathische Nachricht von Yue bekam - seine Robe war weg! der Street Sam hatte sie! Und er saß schlafend im Van. Na wie äußerst sinnvoll! Also stand ich auf, ging hinaus, riss die Tür auf, nahm ihm die Robe ab, und schlug seine Tür so laut ich nur konnte zu. Natürlich erwachte er dadurch. Dann ging ich mit einem Seufzen zur Ecke, in der sich mein Sensei versteckt hatte und hielt ihm bereitwillig die Robe hin, in der er sich auch gleich manifestierte. Mundane! Sie verstehen so wenig von der Welt...

Unterwegs tauschten Yue und ich telepathisch Bilder aus. Ich weiss wirklich nicht welche dabei erschreckender waren. Wir hatten wohl beide unseren Schrecken gehabt. Der Ork am Steuer meinte etwas von Drogen, und ich musste mich ernsthaft beherrschen ihr nicht das Bild vom Kind im Feuer zu schicken... wäre wohl nicht sehr nett gewesen...Er erzählte mir von einer Tür, bei der er hinein konnte, und von einer weiteren, die aber verschlossen war. Luftdicht wie es schien! Er drückte mir seine Ängste diesbetreffend aus. Und plötzlich mussten wir also auf schlimme Dinge gefasst sein... sehr schlimme Dinge! Ein Anruf beim Krankenhaus unseres Vertrauens ergab dass wir zwei ABC-Anzüge für ein paar Stunden haben könnten, aber der dritte müsste verbleiben, natürlich, für eigene Notfälle. Yue drückte mindestens ein halbes Dutzend mal seine Besorgnis mir gegenüber aus, wollte mich am liebstens weit draussen, im ABC-Anzug, und am besten sehr weit weg haben, als er diese Tür öffnete. Oder mir kam es so vor. Jedenfalls beruhigte ich ihn mit dem Gedanken dass wir einfach hoffen wollten diese Tür niemals öffnen zu müssen - sie erinnerte mich an Pandora’s Büchse, aus den alten Erzählungen.

Was danach kam, war irgendwie sehr chaotisch. Oder ich bin einfach nur durcheinander. Wir gingen ersteinmal schlafen, und ich schlief wohl bis Mittag oder so, es war schließlich schon fast am Morgen, als wir ins Bett gingen. Ich werde aus Gründen dieses Chaos daher auch nur aufzählen, was es da an Vorbereitungen gab, denn es war wirklich nur mehr unübersichtlich. Wir trafen uns jedenfalls noch einmal in dem Lokal mit dem Besprechungsraum, aber dieses Mal schien das Programm anders zu sein, und jeder der bewaffnet war, musste seine Waffen ablegen. Drinnen schien eine größere Veranstaltung zu laufen, und die Frage den Besprechungsraum betreffend wurde vom zwergischen Wirt ersteinmal mit Zustimmung den Mothers gegenüber dann aber mit einem "‘BIER?"’ quittiert. Wir stimmten zu, und uns wurden so große Humpen serviert, dass meiner Meinung nach wohl einer für alle zusammen gereicht hätte. Jedenalls... Yue meinte dies sei *ECHTES* Bier! Da konnte ich dann auch nicht nein sagen, und ich muss sagen, es schmeckte... natürlich? kann man das so sagen? Ich habe irgendwo einmal gehört dass es in Deutschland irgendwo echte Kühe geben soll, die echte Milch produzierten, und dort stellte man auch echtes Bier her... teuer allerdings.

Jedenfalls, wir setzten uns zusammen. Der Rigger hatte seine Drohne nun erfolgreich ausgerüstet, man hätte sie aber noch testen müssen. Yue und ich bereiteten sich vor, mit Geistern hinein zu gehen. Und die Ork schlug vor, einen Stromausfall als Ablenkung zu nützen. Ich war eigentlich eher dagegen, aber daran sollte es ja nicht scheitern. Problem an der Sache war allerdings dass unser Rigger kein Decker war und deswegen musste ich Jim anrufen. Bei dem musste ich mir übrigens seit dem Aufstehen erklären lassen, wie man diverse Speichermedien ausbaute, weil dort unten auch noch genug Computer gesichtet worden waren - aber keiner sich damit auskannte. Also eben ich. Jim ließ sich um 1000 Nuyen auf den Deal ein, einfach anrufen. Anfangs hatte ich allerdings Fluktuationen bestellt, weil... Nun weil es mir eben genug erschien, und Jim meinte mehr ginge nicht. Daraufhin fuhr die Ork aus der Haut und ich machte mit Jim, der schon mehr als aufgebracht war, aus, dass es ein etwa 10-minütiger Stromausfall werden würde. Ich werde ihm wohl irgend etwas mitbringen - einfach so. Er hat mir schon oft genug geholfen. Es wurden auch noch ein paar andere Dinge besprochen, wie zum Beispiel Archivierdrohnen. Und siehe da - Yue kostete es nur einen Anruf bei den Mothers. Generell wurden alle Vorbereitungen getroffen, und danach gingen alle ihre Wege, nur um sich dann später "‘eine Straße weiter"’ vom Krankenhaus wieder zu treffen.

Aber ersteinmal... gab es etwas zu tun. Richtig. Geister beschwören. Yue zeigte sich da von seiner besten Seite. Er schien einen Watcher erwischt zu haben, der ihn schon/noch kannte. Und ebendieser lastete ihn auch völlig aus. Er ging mit ihm hinaus in den Garten, und ich versuchte mein Glück an einem Wind-Kami - und versagte. Heute schien uns das Glück ja ganz und garnicht hold! Also lief ich hinaus zu meinem Meister welcher gerade erfolgreich seinen Watcher losgeworden war und sah ihn etwas flehend an. Er wusste sofort, was abgelaufen war, und wir beschlossen, das Problem mit einem Ritual, und auf die richtige Art und Weise, zu lösen. Wir kehrten also die Terasse leer, um uns einzustimmen, und bauten dann das Ritual auf - und dann kam es. Yue meinte *ICH* sollte das Ritual leiten! Ich fiel sofort aus allen Wolken. Aber gut, die Zeit drängte. Am Ende stand dann wirklich ein sehr schöner, und wohl auch ziemlich mächtiger Kami vor uns, welchen ich mit ein paar Räucherstäbschen ehrte und zum Warten auf die astrale Ebene schickte. Für alle Fälle folgten noch zwei Watcher, und wir waren bereit, auszurücken...

Eigene Worte: "‘Wieso folgt mir eigentlich die ganze Gruppe - ausser dem Ork, und dem Rigger vielleicht? Bin ich nicht um mindestens zehn Jahre jünger als der Jüngste nach mir? Bin ich nicht fast 20 Zentimeter kleiner? Ich weiss es nicht... ich fühle mich als würde ich das Ganze leiten. Und es fühlt sich... ambivalent an. Wie gut, dass Yue da ist..."’

16. November 2072: Showtime!

Nachdem nun also alle Vorbereitungen durchgeführt waren, begaben wir uns also alle zum Treffpunkt - das heisst, soweit wie möglich. Denn die Orkin kam gleich garnicht, Shin zu spät, und das mit Augenringen. Perfekt. Dennoch zogen wir los, ein Run wartete auf uns. Im richtigen Augenblick wurde von Jim der Stromausfall bestellt, und es klappte sogar. Yue kümmerte sich um den Zaun, und schickte einen nach dem Anderen durch, ich ging als Letzter vor Yue und knüpfte dann den Zaun wieder zu, sodass niemand etwas bemerken würde. Gemeinsam machten wir uns auf in das Gebäude, und die Drohnen des Riggers nahmen ihre Arbeit auf - er saß natürlich außerhalb im Auto. Bald standen wir vor einer Tür, welche von innen zugesperrt worden war, aber dank Yue war das kein Problem. Er verstaute dieses Mal auch seine Robe an einem schwer einsehbaren Ort, und ich machte klar, dass diese dort liegenbleiben müsste. Er waberte unter der Tür durch, und öffnete sie von innen. Natürlich war er nackt, als er uns empfing - die Natur der Dinge. Für mich war dies kein erstes Mal, aber für die Gruppe offenbar verstörend genug. Und genau deswegen eignete er sich auch das erste Laken an, welches er finden konnte. Und die Suche begann.

(To be continued...)

(Session 3)

Wir wurden von Ibrahim fortgerufen, weil sich oben offenbar eine Schießerei anbahnte. Wir kamen hoch, und sahen, dass wir uns nicht geirrt hatten. Da offen war wirklich bereits ein Kugelhagel los! Um den Projektilen zu entkommen, zogen wir uns in die Container zurück, aber als der Herd der Unruhe näher und näher kam, hämmerte es an der Türe - Yue ging vor, öffnete, und ein verdreckter Ork begann nach Sam zu schreien. Sam? Wer war denn bitteschön Sam? Der Ork führte jedenfalls sein Geschrei fort, und meinte dann auch richtigerweise dass Yue nicht Sam war. Richtig. Denn Yue war schließlich Yue! Und ich durchlebte schlimme Sekunden, in denen er dort einfach stand, an der Eingangstür, und Kugeln von allen Seiten um ihn flogen. Mir rutschte wirklich das Herz in die Hose, als dieses nicht enden wollende Gespräch dort ablief. Es klopfte ein weiteres Mal, und erneut kam ein Verletzter herein! Nachdem meine Schreie nichts brachten, verscuhte ich mich um einen Schild zu bemühen, allerdings ging das ziemlich schief, im wahrsten Sinne des Wortes nach hinten. Denn der Wind-Kami den ich rief, war nicht gerade gut drauf, und knallte mich gegen die Wand.

Das war wohl nichts gewesen, und so begann ich lieber ein Lazarett aufzubauen während der Kampf draußen weiter fortschritt. Da torkelte auch schon der dritte Verletzte herein. Ich stellte also gleich mehr Betten auf. Der Kampf wurde lauter, ehe er dann schließlich plötzlich verstummte. Als es zum Stillstand gekommen war, kümmerten sich Yue und ich um die Verletzten und Toten - die Verletzten eher ich, die Toten eher Yue. Es schien auch alles gut zu gehen, als ein Ork kam, und uns signalisierte, welcher Verletzte Freund und wer Feind war. Die Feinde blieben also im Schlaf und wurden erleichtert (Hey, auch ich brauche Geld!) und so kamen insgesamt 814 Credits in Geldsticks zusammen - sowie 6 Ampullen die ich nicht erkannte. Die vier Freunde wurden abtransportiert und Yue lobte mich nach kurzer Inspektion der verbleibenden Verletzten für meine Arbeit.

Einer der Verletzten hatte einen Cyber-Arm, ich riet Yue dazu, dass sich diesen jemand von "unten"' ansieht und er ging auch gleich hinunter während ich allein im "Lazarett"' blieb. Ein Scan ergab schließlich, dass zwei der Typen vercybert waren, einer eine innere Verletzung hatte, es bei einem fraglich war, ob das Bein überlebte, und dass einer ein magisches Talent in sich schlummern zu haben schien. Mir wurde - ZIEMLICH STARK - auf die Schulter geklopft, und man meinte, wenn "Allen"' unversehrt und ohne dass ihm etwas fehlte sowie ohne Implantat hinausging, würde ich belohnt... ansonsten würde mir dasselbe zustoßen wie ihm - also rief ich Yue an, und teilte ihm mit, dass er sich beeilen sollte.

Die Anderen, und bald auch Yue, kamen endlich wieder heim - mit einer Menge Zeug. Offenbar würden wir hier einziehen! Nun, damit konnte ich leben. Ich rief Yue hoch und erklärte ihm die Lage mit den Pationten woraufhin er dem Ork zunickte und ihn anwies, seinen Bruder hinunterzutragen. Das tat er dann auch und wir räumten das Lazarett - wobei wir das Putzen dem von Yue befehligten Ork überließen - und er tat es! Schließlich kümmerten wir uns um den Verletzten, und er wurde perfekt zusammengeflickt, woraufhin ich mich mich schließlich beruhigte. Ein astraler Blick verriet mir, dass der Mann wohl bereits erwacht war. Er wurde nach oben gebracht, wo sein Bruder über ihn wachte, und wir kümmerten uns um die Anderen - was wir nicht konnten wegen der Cyberware. Yue fragte deswegen die beiden Triaden-Typen, ob sie einen Hausarzt hätten - ja, sie hatten einen. Dieser kam etwas später vorbei und lud die beiden vercyberten Patienten ein. Den bereits operierten konnten sie allerdings nicht mitnehmen, denn da hatte der Ork etwas dagegen, und so fuhren sie ohne ihn.

Wir schauten hinauf zu Allen, und ich traute mich den Aufpasser anzusprechen. Er hieß Roger, wie Yue herausfand. Ein Blick ins Astrale brachte eine Ratte zum Vorschein, und ich war sofort entzückt. Die Ratte beschnupperte uns, legte sich dann aber auf Allens Schulter und schlief ein. Für mich hieß das, dass wohl alles in Ordnung war, doch dann empfing mein Comm eine Nachricht: Ein gewisser Rickmannsworth würde vorbeischauen. Wir trafen uns, und stellten fest, dass es sich um einen Anwalt handelte, im Gebiet Immobilien. Und dass er in 10-20 Minuten kommen würde - Also schnell feinmachen!

Ich öffnete diesem dann schließlich die Tür, und er trat ein, wollte dann allerdings auch schon gleich zur Sache kommen und lehnte daher auch Yue's Hühnersuppe ab. Wir erfuhren, dass uns die Lagerhalle für 5 Nuyen überschrieben werden soll im Namen der "Oriental Import Export Limited"', einzige Bedingung war, dass wir Mr. Johnson nicht weiter kontaktierten. Wir willigten ein, und somit hatten wir eine Lagerhalle - und eine Firma obendrein!

Danach gab es die besagte Hühnersuppe, auch für die Kranken und sogar die beiden Triaden-Typen am Tor. Und dann offenbarte uns Yue einen fertigen Plan für den Umbau der Lagerhalle - Wow. Ich legte sofort 3000 Nuyen in den Pot, schließlich wollte ich auch noch etwas bei Ibrahim kaufen, es war aber dennoch mehr als das, was die Anderen hineinlegten - außer Yue natürlich, der den Großteil ausgab.

In den nächsten Tagen gingen Allen und Roger, sie schienen zufrieden. Der Umbau konnte also beginnen und... Yue schenkte! mir den Speicherfokus, den ich mir eigentlich kaufen wollte - dabei hatte ich ihn lediglich gefragt, ob er mir bei der Verhandlung mit Ibrahim helfen wollte. Sofort fiel ich ihm um den Hals - und spendete gleich weitere 5000 Nuyen, damit blieben mir noch ganze 214 Nuyen übrig. Er brachte mir auch etwas Chinesisch bei, und ein wenig mehr Medizinkunde. Es hat mir wirklich Spaß gemacht und es hat auch gut getan zu helfen! Wir haben auch Bäume um die Lagerhalle gepflanzt, und dann ein kleines Ritual abgehalten um den Haus- und Hofgeist zu beschwören. Und was kam uns da entgegen? Eine Mülltonne! Schon ein Geist... aber in Form einer Mülltonne! Er schien aber nicht sonderlich kommunikativ, dennoch war die Verabschiedung dann irgendwie genial. Ihr waren Hände gewachsen, sie hatte den Deckel gehoben, und dann verschwand sie.

Eines Tages kam dann auch Besuch - Chinesischer. Und ich wurde doch tatsächlich mit Namen angesprochen. Ich wurde nach einer Miss Jun gefragt, wusste aber nicht, wer das sein sollte. Also tat... (Hier fehlen Daten...)

(To be continued...)

(Session 4)

((TODO...))

(Session 5)

((TODO...))
Last changed on: 19 Apr 2013, 03:00:24
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