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Kennenlernen

Am Anfang der Geschichte steht ein Junge, welcher aus einem Supermarkt Le- bensmittel klaut. Oftmals hat es funktioniert, aber an diesem Tag nicht. So findet er sich plötzlich in einer Seitengasse einem Mob aus Humanis-Typen ge- genübergestellt. Gerade als die Lage droht brenzlig zu werden, hört Yue das Wimmern des Jungen und eilt zu dessen Hilfe. Sofort konfrontiert er die An- greifer welche plötzlich Angst zu verspüren scheinen und fliehen wollen. Doch Yue stellt sich einem in den Weg und greift ihn von hinten an, Blut wird vergos- sen. Kiray, ängstlich und verstört, zieht sich hinter eine Mülltonne zurück. Die anderen Angreifer können fliehen und Yue fischt den jungen Elfen aus seinem Versteck hervor - scheinbar ohne Mühe.

Ein kurzes Gespräch fördert zutage, dass der Junge vor etwa einem Jahr plötzlich seine Eltern "‘verloren"’ hat, diese scheinen seitdem verschwunden. So entschießt sich der Retter in der Not, sich ersteinmal um den Jungen zu kümmern, wohl der Annahme dass die Eltern schon zu finden sein werden. Ein Einkauf folgt, aber das Kind hat genug von Supermärkten und wartet deswegen draußen. Kurze Zeit später kommt der Erwachsene mit vollen Einkaufstüten heraus und gemeinsam brechen die beiden Elfen auf.

Yue führt Kiray zu seinem Haus in einer gehobenen Gegend. Auffalendstes Beispiel ist wohl der Zen-Garten, der aber in diesem Moment kaum Beachtung findet. Der Gastgeber instruiert seinen Gast sich zu waschen, was er nur allzu gerne tut; währenddessen kümmert sich Yue um ein nahrhaftes Mahl für seinen jungen Besucher.

Kaum aus dem Bad heraussen, sieht dieser auch schon wieder wie ein ge- pflegter Elf aus, und wird verköstigt. Währenddessen spricht Yue mit ihm über seine Eltern, und erhält ein kindgerechtes Commlink von ihm. Der Junge spach- telt das Essen förmlich in sich hinein, ausgehungert, und den Kampf mit den Stäbchen aufgegeben (mit denen er einfach nicht gut genug umgehen konnte).

Während Yue sich zu einem Kontakt aufmacht, um wegen den nun erhal- tenen Kontaktdaten nachzusehen, malt der Junge sein Zuhause - eine Wohn- hausanlage wie jede andere. Yue allerdings hat echt Erfolg, denn er kommt an zwei Kontaktnummern. Die Erste ist die der Wohnung, welche aber bereits nicht mehr zu existieren scheint. Die andere führt aber prompt zu einem der mittel- großen Corps im Lande, wo der Vater als Abteilungsleiter zu arbeiten scheint. Scheint, denn Yue erhält keine klare Antwort über den Verbleib des Vaters. Soviel ist klar, beide Elternteile waren Elfen, und zwar die stolze, erfolgreiche Variante mit sauberer Weste und einer adäquaten Wohnung. Also vielversprechend eigentlich. Aber alle Bemühungen führen in den Sand...

(Anmerkung: Hier ist dem Spielleiter freie Hand gelassen, welche Corp es ist, ob es eine Zweigstelle ist, oder eine eigene lokale kleinere Variante. Fest steht soviel dass die Eltern "‘verschwunden"’ sind, wie und wohin, ist dabei völlig offen und kann als Plot verwendet werden.)

Spirits

Der Junge erzählt Yue von einem Erlebnis im Park, bei dem er ein Wesen gesehen haben soll, welches sonst keiner zu gesicht bekommen hatte. Es stellt sich heraus, dass es ein Spirit sein musste, ein Naturgeist des Parks. Daraufhin bringt Yue ihn in den Zen-Garten und zeigt ihm, wie man einen Geist beschwört. Es gelingt, und ein Wasser-Kami erscheint vor ihnen, dem gedankt wird, das erste "‘Opfer"’ besteht aus einer Wasserrutschpartie, bei der auch Yue nicht trocken bleibt. Damit ist erst einmal besiegelt, dass der Junge Qualitäten besitzt, welche Yue fördern kann. Genau deswegen, und wohl der Tatsache bewusst, dass sein Besucher wohl Vollwaise ist, beschließt er, sich um ihn zu kümmern.

Ob es nun aus Zooausflug ist, ein Besuch im Bücherladen, oder auch das Lernen mit dem dort beschafften Lerncomputer samt Soft, der Junge freut sich immer wieder, und bereitet damit wohl auch ihm selbst oftmals Freude. Aus nicht weiter bekannten Gründen übernachtet er allerdings nicht im Haus seines neuen Meisters, sondern in einem von ebendiesem bezahlten Sarghotel, welches auch immer wieder gewechselt wird, um kein Aufsehen zu erreichen. Kiray lernt das verantwortungsvolle Umgehen mit Nuyen, und ein paar andere nicht minder wichtige soziale Tatsachen.

und Schamanen

Nach einem Erlebnis in seiner Aufenthaltsstätte, welches er sofort gerne an Yue weitererzählt, ist der Junge völlig aus dem Häuschen. Der Erzählung nach zu urteilen, muss er wohl einen Schamanen getroffen haben, und hat die aufregen- den Schwingungen seiner Trommel wahrgenommen. Klare sache, dass auch der junge Elf sich nach einer Trommel umsehen will. Der lokale Talismonger bietet dabei genau das an, was er sucht: Eine kleine Rahmentrommel, welche wie per- fekt für ihn geschaffen scheint. Er lernt über das Trommeln, darüber, wo man es einsetzt, und wo nicht, und probiert es im Garten seines Meisters aus. Gleich eine Handvoll Wasser-Kami schließen sich ihm an, und so wird die Terasse so blitzeblank geputzt wie sie wohl nur am ersten Tag ausgesehen hat. Wie es sich für Japaner gehört, wurde der junge Elf nämlich auch darüber unterrichtet, wie wichtig die Hausarbeit und das Putzen im speziellen ist. Hier beweist er seine Lernwilligkeit und Fähigkeiten eindeutig.

Läufer der Schatten

Nach ein bis zwei Jahren wird Kiray das erste Mal von seinem Mentor instru- iert, Botengänge zu machen. Er lernt dabei bereits die ersten Grundlagen, und meistert diese Aufträge souverän und ohne Probleme. Schnell wird er im lokalen Umfeld bekannt, und gewissermaßen auch zu einer beliebten Person, macht er doch nichts Unanständiges. Eine Ausbildung über Gruppen, Gangs, und Höflich- keitsformen rundet das Training perfekt ab, ein erstes Treffen mit einem Ghul zeigt ihm, was es noch alles gibt, allerdings lernt er hier auch seine Abneigung gegenüber Leichen kennen. Er will ihnen so wenig nahe wie möglich kommen.

Mit nur 8 Jahren gehen die beiden Elfen gemeinsam auf einen Run, freiwillig auf sein Geheiß. Es geht um das Abfangen einer Organlieferung. Das Kind ent- puppt sich als fähigen Schauspieler, indem es vortäuscht einen Anfall zu haben, während Yue sich mit der kalten Ware aus dem Staub macht. Wie verspro- chen taucht er auch am Treffpunkt auf, und besiegelt somit den Anfang einer relativ erfolgreichen Runnerkarriere. Training mit diversen Waffen ist eine der letzten Dinge, die er sich noch aneignet, ehe er zunehmend selbstständig wird. Es stellt sich heraus, dass er am geschicktesten mit dem Tanto umgehen kann, allerdings ist auch seine Fähigkeit den Zen-Bogen zu führen, nicht zu verachten. Schusswaffen allerdings sollte man ihm besser nicht in die Hände geben.

Wie die Jahre vergehen...

Mehrere Jahre ziehen ins Land, aus dem Kind wird ein Junge, und schließlich beginnt er auf eigenen Beinen zu stehen. Sein neues Abenteuer beginnt in seinem 19. Lebensjahr, 13 Jahre nachdem er von Yue aufgelesen wurde...



Last changed on: 08 May 2012, 14:05:44
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